Es gibt sehr viele Kliniken im Kathmandu-Tal. Allerdings: Je weiter man sich von der Hauptstadt entfernt, um so schlechter wird die medizinische Betreuung. In den abgelegenen Gebieten ist die Lage geradezu katastrophal.
Die Krankenversorgung ist in Nepal sehr kostenintensiv, da es kaum Straßen gibt. Entweder müssen die Ärzte und ihre Helfer zu Fuß die Wegstrecken bewältigen, was auch einen ungeheuren Zeitaufwand bedeutet, oder Kleinflugzeuge benutzen und ab Zielflughafen den Weg zu Fuß fortsetzen.
Es gibt keine allgemeine Krankenversicherung, nur wer das nötige Kleingeld hat, kann sich privat versichern lassen. Der nepalesische Staat zahlt lediglich die Diagnose; die eigentliche Behandlung, ob Krankenhausaufenthalt oder Medikamente, muß vom Erkrankten und seiner Familie getragen werden.
Die Ärzte sowie das Pflege- und Hilfspersonal sind sehr, sehr schlecht bezahlt. Daher werden oftmals neben dem Krankenhausdienst noch private Praxen eröffnet. Bei dieser schlechten Entlohnung ist es auch nicht verwunderlich, daß die entlegenen Gebiete ärztlich unterversorgt sind.
Von staatlicher Seite ist zu wenig Geld zum Ausbau, zur Modernisierung oder zur Eröffnung von neuen Krankenstationen da. Nepal ist auf die Unterstützung von außen angewiesen. |
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